Meldung vom 25.03.2020

FACC bestätigt das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 und stellt die Weichen für die Zeit nach Corona

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• Geschäftsergebnis bestätigt
• Neuaufträge im Volumen von 800 Mio. USD unterschrieben
• Weichenstellung mit COVID-19-Maßnahmenpaket eingeleitet

Das bereits vorab gemeldete Geschäftsergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2019 (1. März – 31. Dezember) ist nach Abschluss der Prüfung unverändert. Neuaufträge im Wert von 800 Million USD helfen zur Abfederung von bevorstehenden Marktkorrekturen. Die generelle wirtschaftliche Situation infolge der COVID-19-Krise ist noch nicht bewertbar. FACC verabschiedet daher zum Schutz der Belegschaft, der Sicherung von Arbeitsplätzen und der wirtschaftlichen Stabilität ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

„Die Flugzeugbranche erlebt aktuell herausfordernde Zeiten. War im Vorjahr noch eine weitgehend stabile Entwicklung die Prognose, ist für die gesamte Branche derzeit keine kurzfristige und seriöse Bewertung des Marktes möglich. Neuaufträge von bestehenden, aber auch neuen Kunden mit einem Auftragswert von insgesamt 800 Mio. USD sind natürlich sehr erfreulich, unter den neuen Corona-Rahmenbedingungen treten aber auch dieser Aspekt sowie das Geschäftsjahresergebnis 2019 in den Hintergrund. Unser Fokus liegt auf der Bewertung der unmittelbaren Zukunft und der Ausrichtung des Unternehmens während und nach Bewältigung der Corona-Krise. Wir müssen hierbei die optimale Balance zwischen dem Schutz unserer Belegschaft - das ist das Wichtigste -, und dem Ringen um die notwendige ökonomische Stabilität, die Absicherung der finanziellen Durchhaltekraft sowie das Vertrauen unserer Kunden finden. Auch in diesem für uns völlig neuen Umfeld werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Arbeitsplätze unserer Belegschaft zu sichern,“ sagte CEO Robert Machtlinger.

„Ein besonderer Dank gilt der gesamten FACC Belegschaft, die mit enormer Solidarität und Verständnis die getroffenen Maßnahmen mitträgt und somit das Unternehmen hervorragend unterstützt“, fügte Machtlinger dankend hinzu.

Coronavirus: Auswirkungen auf FACC

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in der internationalen Luftfahrtindustrie im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise, welche sich auf der Marktseite und auf die eigenen Werke auswirken wird, müssen wir aktuell davon ausgehen, dass es in den nächsten Quartalen zu spürbaren Nachfrage- und Produktionseinschränkungen kommen wird. Aus heutiger Sicht sind die Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzernes für zumindest 2020 und aber auch 2021 derzeit nur schwer einschätzbar. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass eine seriöse Markteinschätzung nicht vor Mitte des Jahres 2020 möglich sein wird. „Die Luftverkehrsbranche ist unvermittelt und unverschuldet einer harten Belastungsprobe ausgesetzt“, so Machtlinger. „Die Situation ist sehr unsicher und ändert sich täglich bzw. stündlich. Wir sind laufend mit unseren internationalen Kunden in Abstimmung und haben die nötigen Vorkehrungen getroffen, um auf Änderungen rasch reagieren zu können.“

Vor diesem Hintergrund haben Aufsichtsrat und Vorstand in der Sitzung vom 24. März 2020 folgendes Maßnahmenpaket beschlossen.
  1. Im derzeitigen Umfeld verfolgt FACC zwei Hauptziele: Den Schutz der gesamten Belegschaft und die Absicherung der wirtschaftlichen Stabilität. Ziel ist es, Produktionsunterbrechungen so gering wie möglich zu halten. FACC ist als Technologiepartner ein wesentlicher Bestandteil eines globalen Fertigungsnetzwerks für die Luftfahrtindustrie und ist dabei für die hergestellten Systeme der einzige zugelassene Lieferant. Wir werden so als systemkritischer Produzent die Versorgung unserer Kunden bestmöglich sicherstellen. Dies gilt, so lange es die Sicherheit unserer Belegschaft zulässt, unsere Kunden Lieferungen von uns fordern bzw. die Materiallieferkette oder Maßnahmen der Regierung(en) das nicht verhindern.
  2. Die bereits vor der COVID-19-Krise gestarteten Aktivitäten zur Reduktion der Kostenstrukturen werden entschieden weitergeführt. Zusätzliche Maßnahmen, angepasst an eine neue Marktsituation, sind in Ausarbeitung.
  3. Das Investitionsbudget für 2020 wird angepasst an die Anforderungen des Marktes neu geplant.
  4. Die im vierten Quartal 2019 definierten Maßnahmen zur vertikalen Integration von strategischen Bauteilen und Materialen werden uneingeschränkt und beschleunigt fortgesetzt.
  5. Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise wurde beschlossen, die Investitionen in den Standort Kroatien einer neuerlichen Prüfung zu unterziehen und nach Neubewertung der vorherrschenden Marktlage die Umsetzung zeitverzögert in Angriff zu nehmen. Ausdrücklich festgehalten wird an der Notwendigkeit des Standortes zur mittel- und langfristigen Reduktion der Fertigungskosten.
  6. Vor dem Hintergrund, die Liquidität des Unternehmens zu stärken, werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, für das Rumpfgeschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten.
  7. In Anbetracht der vorherrschenden generellen Situation, dem globalen Einbruch der Flugverkehrstätigkeit und den daraus resultierenden starken Schwankungen in den Auftragsabrufen wird für einen Großteil der FACC Belegschaft voraussichtlich am 6. April 2020, für die Dauer von zumindest drei Monaten, Kurzarbeit beantragt.
Über FACC

FACC ist ein weltweit führendes Aerospace-Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Luftfahrttechnologien und fortschrittlichen Leichtbausystemen für Luftfahrzeuge. Als Technologiepartner aller großen Hersteller arbeitet FACC gemeinsam mit ihren Kunden an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Weltweit startet jede Sekunde ein Luftfahrzeug mit FACC-Technologie an Bord. Im Rumpfgeschäftsjahr 2019 erzielte FACC einen Jahresumsatz von über 665 Mio. Euro. Weltweit werden rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 38 Nationen an 13 internationalen Standorten beschäftigt. Das Unternehmen notiert an der Wiener Börse und ist Teil der Fortune-500 Gruppe AVIC, die Zugang zu den größten Wachstumsmärkten der Branche bietet. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte facc.com.

 

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FACC bestätigt Geschäftsergebnis 2019 und setzt mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket strategische Schritte zur Bewältigung der COVID-19-Krise.

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